Anleitung
Tee kalt aufgießen
Beim Kaltaufguss ziehen die Blätter in kaltem oder Raumtemperatur-Wasser Stunden (nicht Minuten). Das kalte Wasser extrahiert langsam Aromen und Süße und zieht deutlich weniger Koffein und Bitterstoffe aus den Blättern. Das Ergebnis ist weich und süß und kann fast nicht überzogen werden. Du brauchst nur ein Glas.
Die Methode
- Gib 5–8 g Blätter pro Liter kaltes Wasser hinzu (etwa ein gehäufter Esslöffel pro Liter). Nimm mehr Blätter als bei heißem Aufguss — der Kaltaufguss extrahiert langsamer.
- Abdecken und 6–12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Leichte Tees (grüner Tee, weißer Tee): 6–8 Stunden. Oolong- und schwarze Tees: 8–12 Stunden.
- Die Blätter vollständig abseihen.
- Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen trinken.
Im Verhältnis herunterskalieren: Eine 500-ml-Flasche braucht 2.5–4 g. Kein spezielles Equipment nötig — ein Sieb, eine French Press oder jede Flasche mit Filter reicht. Abkürzung mit Heißstart: Die Blätter zuerst 30 Sekunden mit einer kleinen Menge kochendem Wasser übergießen, dann kaltes Wasser dazugeben und in den Kühlschrank stellen — das weckt fest gerollte Oolongs, ohne die Bitterkeit eines vollständigen heißen Aufgusses.
Was sich gegenüber dem heißen Aufguss ändert
- Weniger Koffein. Kaltes Wasser extrahiert Koffein langsam; der tatsächliche Gehalt liegt deutlich unter den auf den Teeseiten angegebenen Werten für heißen Aufguss.
- Weniger Bitterkeit. Catechine und Tannine bleiben größtenteils im Blatt, deshalb schmeckt selbst empfindlicher grüner Tee süß.
- Zurückhaltendere Aromen. Der Kaltaufguss tauscht Kopfnoten gegen Körper und Süße. Aromatisierte Tees wie Jasmin-Tee behalten ihr Bouquet gut.
Tees für den Einstieg
Fruchtige, blumige und süße Noten sind beim Kaltaufguss stark. Aus unserer Datenbank:
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