Pu-erh stammt aus Yunnan und reift nach der Produktion, entweder roh (Sheng) oder fermentiert (Shu). Junger Sheng ist bitter und lebhaft; gereifte Tees werden mild, holzig und erdig. Shu Pu-erh ist dunkel, sanft und sofort trinkfertig.
Ikonische Ausprägungen
Klassische Beispiele für Pu-erh aus den Kernanbauregionen, jedes mit Profil zu Geschmack, Herkunft und Zubereitung.

Pu-erh · China
Erdig · Holzig · Fruchtig

Pu-erh · China
Erdig · Mild · Holzig

Pu-erh · China
Honigartig · Floral · Fruchtig

Pu-erh · China
Bitter · Honigartig · Floral

Pu-erh · China
Honigartig · Floral · Fruchtig

Pu-erh · China
Bitter · Kräftig · Honigartig
Pu-erh · China
Erdig · Mild · Süß

Pu-erh · China
Mild · Erdig · Kakao

Pu-erh · China
Mild · Erdig · Süß

Pu-erh · China
Holzig · Erdig · Mild

Pu-erh · China
Floral · Honigartig · Fruchtig
Pu-erh · China
Kräftig · Honigartig · Fruchtig

Pu-erh · China
Floral · Mineralisch · Honigartig

Pu-erh · China
Fruchtig · Honigartig · Kräftig
Organoleptische Architektur
Signatur-Noten, die diesen Stil über Herkünfte und Produzenten hinweg definieren.
Handwerk & Methodik
Die Produktionssequenz, vom frischen Blatt zum fertigen Tee.
Große, ausgereifte Blätter aus den Bergregionen Yunnans und von alten Teebäumen werden gepflückt.
Die Pfannenröstung fixiert die Blätter, stoppt die Oxidation wie bei Grüntee und hält die Enzyme aktiv.
Das Rollen formt die Blätter und bereitet sie auf das Trocknen vor.
Die Trocknung in der Sonne statt im Ofen bewahrt die Enzyme, die den Tee mit zunehmendem Alter verändern lassen.
Die Blätter werden gedämpft und zu Kuchen gepresst oder lose gelassen; Sheng (roh) reift natürlich, während Shu (reif) in der Haufenfermentation beschleunigt wird.
Abgeleitet von allen 14 Pu-erh im Datensatz – nicht von Hand geschrieben, stimmt also immer mit den einzelnen Teeseiten überein.
earthy, smooth, woody – verzeiht Brühfehler, bleibt dem Stil treu.
Bei den 14 Pu-erh in unserer Datenbank liegt eine typische Tasse bei etwa 20 bis 70 mg Koffein – die meisten fallen in den Bereich „medium to high“. Matcha und beschattete Tees liegen am oberen Ende der Spanne, weil das ganze Blatt verzehrt wird. Die Schätzungen gehen von der Standardportion aus (Blattgramm und Wassermenge auf den einzelnen Teeseiten angegeben), nicht von Laborwerten.
Die meisten Pu-erh brühen am besten bei 90°C bis 100°C (194–212°F) für 0.5–1 Minuten auf. Zarte Tees vertragen die kühlere Grenze; Blattbruch oder geröstete Stile vertragen heißeres Wasser. Die genauen Parameter stehen auf den einzelnen Teeseiten.
Beginne mit Shu Pu-erh. Er verzeiht Fehler beim Ziehen und zeigt den charakteristischen Stil – earthy, smooth, woody –, ohne Präzision zu verlangen. Aufbrühnotizen und genaue Parameter findest du auf seiner Teeseite.
Luftdicht, kühl, dunkel und fern von starken Gerüchen lagern. Zarte, leicht oxidierte Tees verlieren ihr Aroma am schnellsten – kaufe Mengen, die du innerhalb eines Jahres aufbrauchst. Gepresster oder stark gerösteter Pu-erh hält länger, und manche Stile werden mit der Zeit sogar besser, wenn sie atmungsaktiv in Papier gelagert werden.
Die meisten Pu-erh in diesem Guide sind für 6–10 times Infusionen angegeben. Hochwertige Blattware entwickelt sich über die Aufgüsse hinweg weiter, statt nur abzuschwächen – gib pro Aufguss 15–30 Sekunden mehr und schmecke den Unterschied.
Durchstöbere jeden Tee im Atlas – filtere nach Art, Geschmack, Herkunft und mehr.